The Book of Secrets

Als Fortsetzung von “Diary of a poet” wird bald (voraussichtlich im Herbst 2021) “The Book of Secrets” im Selfpublishing erscheinen. Hier findet ihr alles Wissenswerte, was ich bisher offenbaren kann und einen Teaser zu diesem Werk.

 

“The Book of Secrets“ (Untertitel: More from the Poet‘s Diary) von Skye Silva wird eine lyrische Sammlung poetischer Ideen und Gedanken darstellen. Ähnlich wie im „Diary of a poet“ wird wieder Poesie vermischt mit epischer Kurzform, wie Prosagedichten und Kurzgeschichten darin zu finden sein. Diesmal sind die Texte allerdings um einiges neuer, der Schreibstil ist gefestigter und der Ton wird tiefgründiger werden, neuen Ideen werden ihren Weg finden oder alte neu beleuchtet und erkundet!
Mit philosophischer Tiefgründigkeit und poetischem Feingefühl erzählt auch dieser Lyrikband von den größten Fragen des menschlichen Seins und den tiefsten Empfindungen der Seele und was sich im Verborgenen im Geiste abspielt.
Eine Bandbreite an Themen, die zum Nachdenken anregen, wird aufs Papier gebracht, sodass für jeden Leser etwas dabei sein sollte, was ihn anspricht und berührt.

Ob Seelenschmerz, Trauer oder ungestillte Sehnsucht, auch Hoffnung und Licht kommen zur Sprache. Es geht um Stärke und Schwäche, Leichtigkeit und Schwere, Licht und Schatten und beleuchtet auch die Facetten und Freiräume dazwischen. Die Hoffnungslosigkeit, die jeden Menschen einmal trifft wird in poetischer Sprache aufgearbeitet, aber auch Wege aufgezeigt, wie man wieder neuen Mut finden und zu sich selbst zurückfinden kann.

Was die „Secrets“ betrifft, wird man zumindest in Teilen zwischen den Zeilen lesen müssen. Schließlich hat jeder Mensch individuelle Verbindungen zu etwas Höherem, was ihn durch sein Leben begleitet und wird Zeichen, die man ihm gibt, auf seine Art deuten. Und sonst müsste ich dem Werk ja auch einen anderen Namen geben, es geht schließlich um das Versteckte, das nicht sofort Ersichtliche…

Auch ist in „The Book of Secrets“ ein gesellschaftskritischer Ton von Bedeutung, Missstände werden hinterfragt und Fragen zur Identitätsfindung aufgeworfen. Freiheit, Selbstverwirklichung und Selbstbestimmung sind dabei die anzustrebenden höchsten Ziele und meine eigenen Gedanken und Ideen sollen mit diesen Worten und Texten in die Welt getragen werden und hoffentlich einige Leser inspirieren und zur eigenständigen Reflektion anregen. Zudem sind auch eine kritische Auseinandersetzung mit der Kunst an sich und eine Selbstreflektion über das Sein (auch als Poet und Schriftsteller) überaus bedeutende Themen.

Ich hoffe ich konnte euer Interesse damit bereits ein bisschen wecken, liebe Leser!

Nun aber genug Gerede, hier der neueste Teaser zu „The Book of Secrets“:

 

Vorwort mit Vision

This is to all the dreams
I am looking forward to

To all the places ahead of me,
the new worlds to travel, to seek out

To all the great ideas,
that will still cross my mind

To the longing I will explore
And the satisfactions I will find

To all the inspiration,
that will turn my work into art

To the new horizons,
that will open (up) before my eyes

 

 

Surreal

Seeing more than is visible
The invisible, yet sensible
Between the lines
Walking past the boundaries
Only to be achieved through creativity
And spontaneous creation
But cannot be achieved by following the rules
You must create your own horizons

Symbiosis
Knowledge long lost
Tradition and wisdom blossoming
In touch with nature and your roots
Harmony in chaos and spontaneity
The second I and the third eye
Coincidence and fortune
Spirit and freedom
And so much more than meets the eye of the seeking

 

 

Festsitzend – und fliegend

Ich sitze hier unten fest,
doch mein Geist lässt sich nicht halten

Mein Körper ist so begrenzt,
wo meine Seele hoch oben schwebt

Wenn mein Verstand mich zurechtweist,
bäumt das Herz sich auf und schlägt aus

Die Ratio kalkuliert kühl,
wo das Gemüt doch seinem Streben folgt

Äußerlich bin ich an diese Welt gebunden,
wo sich doch innerlich eine ganz neue auftut

Die Vernunft versucht zu erklären,
was das Gefühl ganz intuitiv begreift

So sitze ich fest in meinem Sein,
während ein Teil von mir sich in die Lüfte aufschwingt

 

 

In der Luft

Ich hänge in der Luft – schwebend und nur gehalten vom Willen in der Leichtigkeit
Oder aber aufgehängt an unsichtbaren Ketten
Die Schwere kaum noch gehalten von der Steifheit meiner Glieder
Mein Kopf hängt schlaff herab, doch der Grund ist nicht zu erkennen
Höre ein Rauschen über mir, doch ich weiß, dass dort nichts sein kann
In der Windstille zerrt ein Orkan an mir
Ich erinnere mich nicht daran, woher ich kam
Und kann mir nicht vorstellen, wohin es noch gehen kann von hier aus
Meine Augen sind weit aufgerissen in einem stummen Aufschrei
Und ich weiß nicht mehr, wieso und wozu,
der Sinn lang verborgen vor einem müden Geist
Diese vermeintlichen Spiegel zur Seele erkennen doch ohnehin nicht, was um mich ist
Diese Dunkelheit, sich nähernde Schatten
Das Einzige, was meinen Geist noch berührt
Der Mund halb geöffnet, etwas scheint sich da hineinzuschleichen
Die Lippen halb geschlossen – tritt dort nicht etwas aus?
Die Reste einer gequälten Seele womöglich?
Bin ich etwa nichts weiter, als die schlaffe Hülle, die dort hängt?
Oder habe ich mich gar in der Luft aufgelöst,
die mich in einer erdrückenden Umarmung umschließt?
Was ist Realität, was ist da Verstehen?
Wie kann ich noch wissen, wo hier oben und wo unten ist,
Wenn dieser düstre Ort mit dem Nichts gefüllt ist?
Und ich mittendrin, bewegungslos verharrend – kein Entkommen in Sicht –
Oder etwa doch?
Ich fürchte mich vor dem Unbekannten – ja wer tut das nicht?
Dieser unbekannten Leere, der einzigen Konstante in diesem tristen Leben
Doch habe ich jemals etwas wahrhaftig gekannt?
Wo ist Hier? Was ist schon „Jetzt“?
Der Moment verkürzt sich zu einer scheinbaren Ewigkeit – hänge schon so lange fest
Wieso lässt es mich nicht gehen, was hält mich hier, wo könnte ich schon hingehen?
Ich hänge fest in der Luft, es lässt mich nicht auf den Boden
Damit ich mich erinnere, wie man läuft – ein Entkommen so sinnlos
Und es lässt mich nicht in die Höhe, damit ich das Fliegen erlerne
Ich bin nur beständig darin, zu schwanken – ein Leben, ein Schicksal lang
Die Mitte kann doch nicht Unbestimmtheit sein?
Oder muss sie das sogar?
Werde ich dem je entfliehen können?

 

© 2020 Skye Silva